Marlborough, Arbeit in den Weinbergen von Blenheim
04.03.2004: Neuseeland-Ticker
Für Kost und Logis täglich vier Stunden auf einem Bauernhof zu arbeiten und dabei meist auch noch in die Familie integriert zu sein, klingt eigentlich nicht schlecht. Wäre zumindest eine gute Möglichkeit, Land und Leute auf andere Art kennen zu lernen. Für Interessierte hält die internationale Organisation “Willing Workers on Organic Farms” in ihrem Führer über 600 neuseeländische Kontakt-Adressen bereit.
Ich will wwoofen!
Für Kost und Logis täglich vier Stunden auf einem Bauernhof zu arbeiten und dabei meist auch noch in die Familie integriert zu sein, klingt eigentlich nicht schlecht. Wäre zumindest eine gute Möglichkeit, Land und Leute auf andere art kennen zu lernen. Für Interessierte hält die internationale Organisation “Willing Workers on Organic Farms” in ihrem Führer über 600 neuseeländische Kontakt-Adressen bereit.
Auf Empfehlung pickte ich mir eine davon heraus, in Takaka, Golden Bay. Leider eine Niete, wie sich schon in den ersten fünf Minuten herausstellte. Trotz zweier Anrufe in den vorangegangenen drei Wochen war man sich meiner Ankunft nicht bewusst, die nette Frau mit der ich jeweils gesprochen hatte, behielt das Geheimnis meiner Ankunft wohl für sich und war nun leider auch nicht anwesend. Der zugedröhnte Bauer war immerhin körperlich anwesend, in seinem Zustand jedoch keine große Hilfe. So beschloss ich mir selbst einen Überblick über das “Anwesen” zu verschaffen und hatte schon nach wenigen Minuten genug gesehen - hier könnte ich es keine vier Wochen aushalten.
Der Monat Januar scheint “wwoofing” - Hochsaison zu sein, nach den nun folgenden 15, erfolglosen Anrufen bei Farmen in näherer Umgebung kam ich zu dieser naheliegeden Erkenntniss. Kurzfristig war einfach nichts mehr aufzutreiben und mein Frust-O-Meter stieg. Ich entschied mich zunächst dafür, das Naheliegende zu tun und mich nach einer Übernachtungsmöglichkeit umzusehen, dabei stiess ich auf ein äusserst gemütliches und familiäres Hostel in Takaka (Kiwiana Backpackers). Aus einer geplanten Nacht wurden schliesslich elf und ich machte die Bekanntschaft zahlreicher netter Leute. Sie alle schienen irgendwie hier hängen geblieben zu sein und aus vielen einzelnen Personen wurde eine grosse Kiwiana-Family.
Sina (”the Warrior Princess” from Dschörmany) lernte ich dort kennen und ein paar Tage später zogen wir gemeinsam los, um in Motueka bei der Apfelernte unser Glück zu machen, vom wwoofen hatte ich erstmal genug. Doch Pustekuchen, wir waren zwei Wochen zu früh dran, noch hatte die Ernte nicht begonnen und der Zeiger auf meiner Frust-Skala näherte sich wieder einmal der 12.
Wir saßen auf unseren Stockbetten in einem neuen Hostel, draußen das graue Regenwetter und die einzige sich bietende Jobalternative war, kniend auf einem Zucchini Acker für $10/h zu arbeiten - die Stimmung wurde nicht besser. Verdammt, dachte ich mir, wo bleibt denn das Unerwartete, Unbekannte und Unberechenbare, was sich beim bisher Reisen so oft eingestellt hatte?
Ganz unerwartet kam fünf Minuten später die uns völlig unbekannte Carina durch die Zimmertür. Sie hatte gerade einen zweiwöchigen Job in Weinbergen bei Blenheim, Marlborough, hinter sich und berichtete von der anstrengenden aber doch auch schönen Zeit, mit immerhin $12 Stundenlohn (entsprich ca. 6 EUR)!
Weinberg - dass hörte sich plötzlich sehr spannend an! Eine halbe Stunde später hatten wir Job und Unterkunft klar gemacht und spontan schloß sich uns noch Manfred (”Der Schwabe”) an. Mit grossen $-Zeichen in den Augen malten wir uns aus, was wir mit 1.000 Bucks anstellen würde, soviel sollte in zwei Wochen herausspringen. Doch es kam wieder einmal alles ganz anders…
Ein Tag aus dem Leben eines Saisonarbeiters. Heute: Im Weinberg
2:30 Uhr
Ein Heulen und Rauschen lässt mich wach werden. Orkanartige Sturmböen rütteln und reißen am Zelt. Das Flattern der Plane und die Windgeräusche in den Bäumen sind unangenehm laut, ohne Ohrstöpsel ist an Schlaf nicht mehr zu denken. Aber auch mit den praktischen Dingern im Ohr finde ich kaum Ruhe, die vor ein paar Tagen gebrochene Zeltstange ist noch nicht vergessen. Was wird sich diesmal lösen oder kaputt gehen? Ich denke an die Frau, die vor einem Monat auf einem Gartengrundstück in den Marlborough Sounds mit samt ihrem Zelt 10 Meter in die Höhe gerissen wurde und auf einer betonierten Garageneinfahrt wieder aufschlug - sie hat es nicht überlebt.
3:45 Uhr
Irgendwie muss ich wohl wieder eingeschlafen sein und dabei meine Ohrstöpsel verloren haben, denn diesmal werde ich vom Regen wach. Regen, Gott sei Dank! Das könnte bedeuten, dass wir heute nicht arbeiten müssen und ich endlich mein Schlafdefizit aufholen könnte.
4:30 Uhr
Mist, der Regen hat aufgehört, dafür rumpelt nun ein Güterzug quer durchs Zelt. Der Name des Campingplatzes, “Blenheim Bridge Top 10 Holiday Park”, hätte uns eigentlich schon bei der Buchung stutzig machen sollen. Trotzdem waren wir überrascht als wir feststellten, dass Highway- und Eisenbahnbrücke den Zeltplatz in der Mitte überspannen. Immerhin ist es noch einer der besseren Plätze in Blenheim und das sagt einiges, wie ich finde.
5 Uhr
Oh nein - der Wecker klingelt!
5:15 Uhr
Als eingespieltes Team müssen Manfred, Sina und ich beim Frühstück kaum noch Worte miteinander wechseln, jeder Handgriff sitzt. Eingepackt in Pullover und Jacken sitzen wir tief gebeugt vor unseren Müslischalen und freuen uns über diesen “herrlich-heissen” Sommer 2004 in Neuseeland, während Ofen, drei Toaster und vier Herdplatten die Küche schliesslich etwas aufheizen.
6 Uhr
Wie jeden Morgen warten wir zur vereinbarten Zeit an einer Tankstelle auf Eddie und seinen Minibus, wann wird er heute eintreffen?
6:20 Uhr
Schliesslich trudelt unser Vorarbeiter ein, doch im Bus sitzt nur ein weiterer Arbeiter, das kann nur bedeuten, dass die anderen noch nicht eingesammelt wurden. Ich starte meinen Wagen und während wir Eddie durch Blenheim folgen, sehen wir an vielen Ecken und Kreuzungen verschlafene Gestalten stehen, die auf ihre Mitfahrgelegenheiten zur Arbeit warten. Es scheint, als bereite sich eine ganze Stadt auf einen neuen Arbeitstag in den Weinbergen vor.
6:40 Uhr
Na toll, gerade fahren wir wieder an der Tankstelle von vorhin vorbei. Wären wir Teil eines Comics, könnte man nun über unseren Köpfen Sprechblasen mit Totenköpfen, Messern und explodierenden Bomben sehen. 40 min hatten wir länger schlafen können!!!
6:58 Uhr
Endlich erreicht die Autokolonne den “Weinberg”, diesmal ein Feld nahe der Küste. Dort wartet schon unser Chef George, der wie immer auf seinem Anhänger ein Dixi-Klo mit sich führt. Als Subunternehmer bekommt George Aufträge von verschiedenen Weingütern, so dass seine Mannschaft manchmal an einem Tag auf bis zu drei verschiedenen Feldern arbeiten muss, dafür braucht man auch eine flexible Toiletten-Lösung.
7 Uhr
Es geht los, mit Gartenscheren bewaffnet durchkämmen wir die Reihen der Weinstöcke und dünnen die Trauben aus. Übrig bleiben darf nur eine Weintraube je kleiner Rebe, bzw. zwei Trauben an einem grossen Zweig. Damit wird gewährleistet, dass in den letzten Wochen vor der Ernte die ganze Kraft der Pflanze in die richtigen Beeren fliesst - ein gutes Gefühl aktiv an der Qualität des Jahrgangs 2004 mitzuwirken.
Die Arbeit beginnt mir zu gefallen und langsam werde ich auch wach, spätestens dann, als mich ein dickes Bündel Trauben am Hinterkopf trifft. Manchmal fliegen die Trauben wirklich tief und ich hole meinerseits aus, um Manfred (natürlich Manfred) gleiches mit gleichem zu vergelten.
7:30 Uhr
Ich hätte nicht gedacht, dass mir die Arbeit in den Weinbergen Spass bringen würde. Auch wenn ich jedesmal das frühe Aufstehen verfluche, so geniesse ich am meisten die ersten Stunden des Tages, dann färbt sich der Himmel rot-orange und leise rascheln die Blätter der Pflanzen im aufkommenden Wind.
An der frischen Luft unter dem weiten Himmel zu arbeiten ist wirklich etwas besonderes und gerade in Neuseeland gibt es sich ständig ändernde Wolkenformationen zu bestaunen, von dem immer schönen Anblick der uns umgebenden Berge ganz zu schweigen. Doch schon allein die Weinstöcke strahlen eine Ruhe aus, die mich zufrieden meine Arbeit verrichten lässt. Eine wahrhaftige down-to-earth Tätigkeit, mit phantastisch erleb- und geniessbarem Resultat. Um so vieles greifbarer als die abgehobene Internet-Programmiererei.
9:30 Uhr
Smoko - so heisst hier die Frühstückspause (morgens halb zehn in Neuseeland…).
Eine viertel Stunde später lassen wir hier alles unbeendet zurück und fahren zu einem anderen Weingut in den Bergen. 20 min Fahrtzeit die wir immerhin bezahlt bekommen.
10:15 Uhr
Jetzt ist Wein-Training angesagt. Bei jungen Pflanzen müssen die Triebe so beschnitten werden, dass jeweils zwei von ihnen nach rechts und nach links um die Haltedrähte wachsen können. Die grosse Überraschung für uns: wir werden diesmal nicht nach Stunden bezahlt, sondern erhalten 5 Cent je Pflanze. Mit Akkordarbeit hatten wir schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht, deshalb besserte sich unsere Stimmung auch dann nicht, als Eddie von leicht verdienten 20 bis 30 Dollar die Stunde spricht. Nach dem Motto: Er würde ja gern selber mitarbeiten, als Supervisor darf er das leider nicht. Hätten wir diese Leier nicht schon einmal gehört, würden wir wirklich geglaubt haben reich werden zu können. Unter dem Strich kam bei dieser Arbeit schliesslich knapp $11/h heraus, beim letzten mal waren es nur magere $7,50.
12:30 Uhr
30min Mittagspause!
15 Uhr
Leaf Plucking, unser nächster Job, wird endlich wieder nach Stunden bezhalt, dafür ist diese Tätgkeit aber auch extrem langweilig. Auf Höhe der Traubenstände müssen 60-80% der Blätter entfernt werden, damit das Sonnenlicht die Beeren ideal reifen lassen kann. Nur langsam kommen wir voran und je tiefer wir in die Reihen hineinlaufen, desto länger erscheinen sie uns.
15:30 Uhr
Kaffeepause! Zeit sich für die verbleibenden Stunden zu rüsten.
17:30 Uhr
Feierabend! Erleichterung macht sich breit und gedanklich streiche ich einen weiteren Tag der drei Wochen Blenheim, ja, wir haben uns dann doch entschieden, drei Wochen zu bleiben.
19 Uhr
Was, schon so spät? Gerade eben erst betreten wir die wieder einmal völlig überfüllte Küche des Campingplatzes, nachdem wir kurz beim Supermarkt einkaufen waren und uns geduscht und umgezogen hatten. Nach Feierabend scheint die Zeit immer doppelt so schnell zu vergehen. Sina schafft es schliesslich irgendwie, aus einer 2kg schweren Marrow (Zucchini) ein schmackhaftes Gericht zu zaubern, während Manfred und ich uns um das Bier kümmern, ein paar Runden 66 spielen und dabei Schwäbisch schwätzen (sorry Sina).
21 Uhr
Für einen acht stündigen Erholungsschlaf müsste man jetzt schon im Schlafsack liegen, doch dummerweise hat Sina einen spannenden Spielfilm im Fernsehen entdeckt. Zu schwach mich loszureissen, bleibe ich einfach in der Küche sitzen.
23 Uhr
Kaum ins Zelt gekrochen, fallen mir auch schon die Augen zu, meine Glieder fühlen sich bleischwer an und ich mag gar nicht daran denken, dass in 6 Stunden der Wecker klingeln wird. Im Grunde habe ich nur einen Gedanken im Kopf: hoffentlich regnet es morgen, damit ich ausschlafen kann …
Wer hat hier den Sprung in der Scheibe??
Qualitätsarbeit im Akkord passt eigentlich nicht zusammen. Die Bestätigung dessen bekommen wir am anderen Tag. Unsere ganze Gruppe muss das Wein-Training von gestern nacharbeiten, immerhin läuft es diesmal auf Stundenbasis und unabhängig von den Reihen die man selbst beschnitten hat. Nach zwei Stunden Arbeit erfahren wir von Eddie, dass es doch kein Geld für die Nachbesserung geben wird, die Info hätte ihn gerade von George erreicht. Klasse! Manfred, Sina und ich beschliessen aus Protest die Arbeit nieder zu legen und nach Hause zu fahren (jetzt wäre es gut Gewerkschaftsmitglied zu sein), während alle anderen nur mit den Schultern zucken und bleiben. So kann George nicht mit uns umspringen, sind wir uns einig, wenn wenigstens jeder nur seine eigenen Reihen hätte nacharbeiten können, doch die Liste wer was gemacht hatte war nicht verfügbar.
Als wir George am anderen Morgen an gewohnter Stelle treffen und den Vorfall mit ihm diskutieren wollen, schmeisst er uns kurzerhand raus. Hire and Fire in Neuseeland, wieder eine neue Erfahrung für mich. Anscheinend kann er es sich leisten solche Spielchen zu spielen, auch wenn laufend Arbeiter im Weinbau gesucht werden. Immerhin dauerte es nur ein paar Stunden bis wir einen neuen Job haben: Arbeitsbeginn der kommende Tag.
Auf George folgt nun Paul, der neue Subunternehmer und anstelle der Maori-Arbeitskollegen steht nun eine Gruppe Inder mit uns im Weinberg. Paul ist der sympatischste von allen und sagt schon nach ein paar Stunden zu uns: “I rreally enjoy to work wis you people!” Auch wenn er gar nicht mitarbeitet und sich nur, an seinen Mercedes gelehnt, laut lachend mit allen unterhält: “Cars are the best sings Germans do!”
Neben George bin ich der zweite der einen Sprung in der Scheibe hat, zwar nicht mental, dafür aber real. Eines Morgens platzt mir kurz vor Erreichen des Weinbergs die Frontscheibe meines Autos. Ein willkommener Grund nicht arbeiten zu müssen, auch wenn es schwer ist, dem Vorarbeiter verständlich zu machen das wir alle drei zur Werkstatt fahren müssen. Warum? Zur Sicherheit! 450$ Schaden waren dann nicht mehr so witzig. Bloss nicht ausrechnen wieviel Stunden Arbeit das sind.
Es gibt sie noch, die gute alte Lohntüte!
Freitag ist Payday bei Paul und als wir bei ihm aufschlagen sind auch schon einige unserer Kollegen vor Ort. Ohne vorher jemals in Indien gewesen zu sein, fühle ich mich beim Betreten der Wohnung sofort an dieses Land erinnert. Ein schmuckloser Raum mit weissen Wänden, auf dessen abgetretenem Teppich ein Sofa und mehrere Plastikgartenstühle stehen. Im Hintergrund laufen die unvermeidlichen Spielfilm-Schnulzen aus Bollywood in einem raumgreifendenen Riesen-TV. Und in der Mitte des Zimmers thront wie ein kleiner, lächelnder Buddha Paul, vor sich auf dem Tischchen den silberfarbenen Aktenkoffer aufgeklappt, Taschenrechner und Steuertabelle neben sich. Weder von aufgebrachten Arbeitern, noch von den spielenden Kindern auf dem Fussboden lässt er sich aus der Ruhe bringen. Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen und fühle mich wie eine Romanfigur in den Büchern von Philippe Dijan, so abgefahren ist die Szene.
Soeben zieht Paul ein Bündel Banknoten aus seiner Hosentasche, mindestens $5.000 in bar, und zahlt einen Kollegen aus. Als ich an der Reihe bin und er mich fragt wieviele Stunden ich gearbeitet habe, halte ich ihm meinen selbstgeschriebenen Stundenzettel hin, Paul überfliegt diesen kurz. Er beginnt wild auf dem Taschenrechner herumzutippen und deutet schliesslich auf eine Zeile in der Steuertabelle, sie zeigt meinen Brutto-Wochenverdienst an. “Sis is the official New Zealand tax list,” meint Paul dazu und weisst auf die Überschrift des Blattes hin. Vertrauen ist jetzt einfach alles, ich nicke nur und lasse mir meinen Nettolohn bar auf die Hand auszahlen. Irre! Noch nie hatte ich das Gefühl einen besseren Bezug zwischen Lohn und Arbeit zu haben.
Back home in Takaka
Reich bin ich in Blenheim wahrlich nicht geworden, es gab einfach zu viele Regentage (im Sommer normalerweise eine Seltenheit in dieser Region.) Weitere Arbeitstage fielen dadurch weg, dass wir grundsätzlich Sonntags nicht arbeiten wollten. Zieht man nun die Kosten für die neue Frontscheibe ab, schmilzt mein Verdienst der letzten drei Wochen auf klägliche $380. Wieder einmal ist es vor allem die Erfahrungsseite, auf der ich ein dickes Plus verbuche (und für den Lebenslauf macht sich ja Weinbergarbeit auch nicht schlecht.)
Manfred, Sina und ich gehen nun wieder getrennte Wege. Drei Wochen jeden Tag fast 24 Stunden aufeinander zu hängen fordert seinen Tribut (nur auf der Toilette war man wirklich allein.) Manfred habe ich irgendwo in den Marlborough Sounds rausgelassen, kaum dass ich mich verabschieden konnte, war er mit seinem 90l Rucksack auch schon in seiner geliebten Neuseeland-Wildnis verschwunden. Sina wird wohl im Moment gerade auf einer Leiter im Apfelbaum stehen, sich nach den gelb-roten Früchten strecken und auf einen Stundenlohn jenseits der 12$ hoffen.
Ja, und ich bin wieder dort wo alles “angefangen” hat, im heimeligen Kiwiana Backpackers in Takaka, Golden Bay. This is the place to be! An mehr als die zwei Stunden Arbeit, die ich hier täglich leiste um kostenlos übernachten zu können, möchte ich momentan nicht denken. Im Moment ist mir das Glas gut gekühlten Sauvignon Blancs, welches vor mir auf dem Tisch steht viel wichtiger - natürlich handelt es sich um einen exzellenten Weißen aus der Weinregion Marlborough, New Zealand.



