Archive of Category 'New Zealand'

Blue Baths

Sonntag, den 18. Januar 2004
Blue Baths

Rotorua, Neuseeland

1933 im kalifornischen Missionsstil erbaut, zählte die Badeanstalt Blue Baths zu den ersten öffentlichen Bädern, in denen das gemeinsame Planschen beider Geschlechter erlaubt war. 1982 aufgrund der wirt- schaftlich schlechten Zeiten geschlossen, wurde das Gebäude 1999 restauriert und teilweise wiedereröffnet.

Craters of the Moon

Samstag, den 17. Januar 2004
Craters of the Moon

Ob es auf dem Mond auch so dampft wage ich zu bezweifeln. Zweifellos jedoch hat dieses Thermalgebiet eine außerirdische Anmutung. Es entstand in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts nach dem Bau des Geothermalkraftwerks Wairakei, der dramatische Veränderungen der unterirdischen Hydrodynamik zur Folge hatte.

Farewell Spit Guide John Stevens, Golden Bay

Mittwoch, den 14. Januar 2004
Farewell Spit Guide John Stevens

Farewell Spit, das ist eine 35km lange Sandbank (wahrscheinlich die längste, natürliche der Welt), sie bildet die äusserste Spitze der Südinsel und zugleich das Ende der Golden Bay. Das 1930 gegründete Schutzgebiet ist von internationaler Bedeutung, jedes Jahr legen Tausende von Wattvögeln eine 12.000km lange Strecke von der nördlichen Hemisphäre zurück, um den Sommer im Süden zu verbringen. So ist es nicht verwunderlich, das sich hier bis zu 90 verschiedene Vogelarten tummeln – ein Paradies für Ornithologen.

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Kaffeehausbesitzerin Angie Deister, Whangarei

Dienstag, den 13. Januar 2004
Angie Deister

Wenn im Sommer Segeljachten aus aller Welt im Town Basin von Whangarei festmachen und die Touristen an der Marina entlang flanieren, dann wird Angie Deister in ihrem “Coffee House Mokaba” jede Hilfe nötig haben. Working-Holiday-Visa Reisende mit gastronomischer Erfahrung, aber auch Köche und Bäcker sind willkommene Arbeitskräfte. Wer ist Angie und wie kommt die Deutsche dazu, in Neuseeland ein Café zu eröffnen?

Neuseelands nördlichste und wärmste Stadt ist Whangarei. Die Stadtväter nennen sie “City of 100 Beaches”, oder auch “Superyacht City”. Alle Strände habe ich nicht gezählt, aber der Jachthafen, Town Basin genannt, im Herzen der Sadt, ist wirklich ein äusserst schöner und einladender Platz. Auf der südlichen Seite werden die Schiffe und Jachten von Holzgebäuden im Kolonial-Stil flankiert, sie beherbergen Kunsthandwerkerläden, das Hafenmeisterbüro, Cafés und Restaurants.

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Neuseeland in 21 Tagen

Samstag, den 10. Januar 2004
Strassenschild in Oamaru

Für nur drei Wochen ans andere Ende der Welt zu fliegen, um dort Urlaub zu machen, hört sich in Anbetracht der langen und anstrengenden An- und Abreise absurd an. Doch unter gewissen Umständen scheint es vielleicht sogar machbar zu sein. Als mein Bruder Joachim die Idee äusserte mich besuchen zu wollen, tat ich natürlich alles andere als ihm davon abzuraten. Statt dessen klügelte ich ein optimales Programm aus. Immerhin verfügte er zusätzlich zu den 21 Tagen auch über die Zeit der An- und Abreise, für manchen Arbeitnehmer ist das schon eine ganze Menge!

Die ersten Planungsversuche einer sinnvollen Rundtour durch Neuseeland machten schnell deutlich, das ich dafür eigentlich völlig ungeeignet war. Ich landete immer bei mindestens sechs Wochen, daran war wohl mein bisheriger Reisestil schuld. Nach dem Motto “weniger ist mehr”, strich ich schliesslich kurzerhand die Nordinsel aus dem Programm, wenn schon Neuseeland, dann da wo es am spektakulärsten ist: nämlich auf der Südinsel. Letztendlich kann man den Nord- und Südteil des Landes ebensowenig miteinander vergleichen, wie Schweden mit Norwegen, finde ich. Doch selbst wenn wir uns nur auf die Südinsel beschränken würden, war die Planung nicht leicht. Ich wollte eine ausgewogene Mischung zwischen Sightseeing- und Erholungsurlaub erreichen und meinem Bruder vor allem die von mir am meisten geliebten und “versteckten” Ecken des Landes zeigen – das würde Zeit kosten. Aus Ermangelung an Strassen stand der grosse Fahrplan jedoch ohnehin fest: von Christchurch gegen den Uhrzeigersinn einmal rund um die Südinsel nach Christchurch.
Letztlich verlebten wir eine wunderschöne gemeinsame Zeit, die uns trotz aller Planung immer noch viel Raum für spontane Ideen gab. Glücklicherweise spielte auch das Wetter erstklassig mit. Nie hatten wir das Gefühl, im kleinen Toyota Campervan eingesperrt zu sein.

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Milford Track

Mittwoch, den 7. Januar 2004
auf dem Milford Track, Tag 2

Das Leben ist kein Ponyhof, es gleicht eher einem beständigen Kampf. Diese und andere Gedanken im Kopf schleppte ich mich die letzten Meter des Mackinnon Passes hinauf, Regen- und Hagelschauer erschwerten das Gipfelstürmen. Vor Augen hatte ich das Bild einer gemütlichen Schutzhütte, mit Wolldecken und heissen Getränken – weit gefehlt.

Immerhin wurden ich und meine 39 Mitwanderer vorgewarnt und zwar vom “Milford-Track- Präsidenten” höchst persönlich. Der M-Track ist kein Kindergeburtstag, auch wenn der erste Tag alles andere als anstrengend war: Nach einer beschaulichen Bootsfahrt zum Start des Milford-Tracks waren nur 5km zur ersten Hütte (Clinton Hut) zurück zu legen, dorthin wurde “Mr. President” per Helikopter eingeflogen.

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